Au/Haidhausen
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Haidhausen/ Au: Vom Arbeiter- zum Schickiviertel

Straßenschild Au/Haidhausen

 

Ganz früher waren diese beiden Münchner Stadtteile Herbergenviertel für Handwerker und Tagelöhner. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich zu Arbeitervorstädten, mit der Besonderheit, dass hier zahlreiche Brauereien ansässig waren. Mittlerweile gibt es nur noch die Paulaner-Brauerei am Nockherberg und das Unionsbräu am Max-Weber-Platz.
Leider wurden die Hälfte der Häuser in der Au, vor allem die für diesen Stadtteil so charakteristischen Herbergshäusl im Krieg zerstört. So gibt es nur noch wenige in der Nockher- und in der Hochstrasse. In Haidhausen hingegen blieb das historische Stadtbild mit seinem „Franzosenviertel“ um den Pariser Platz weitgehend erhalten.
In den 70er begann jedoch ein Strukturwandel und fand wohl in den 80er seinen Höhepunkt: Speicher wurden zu schicken Wohnungen ausgebaut, alteingesessene Handwerkerbetriebe mussten schließen und jungen, hippen Designern oder Architekten Platz machen, es wurde modernisiert, aufgestockt….
Mittlerweile haben sich die beiden alten Münchner Stadtviertel zu begehrten und teuren Wohngebieten entwickelt. Die Mieten steigen und steigen. „Normale“ Münchner können sich es kaum noch leisten, hier zu wohnen.
Man darf gespannt sein, wie es nun weiter geht, wenn die Paulaner-Brauerei vom Nockherberg verschwindet und Platz macht für neue Wohnideen.